Aktuelles 21.05.2011

Katastrophenschutz-Großübung im Esslinger Entennest

Katastrophenschutz-Großübung im Esslinger Entennest
Auf dem Gelände der Scherrieble Unternehmensgruppe im Esslinger Entennest fand am vergangenen Samstag eine großangelegte Übung des Katastrophenschutzes statt. Dabei forderten die sieben inszenierten Schadenslagen den Sachverstand und die technischen Einrichtungen von den zirka 250 Einsatzkräften von Feuerwehr, THW, DRK, DLRG und MHD. 

Ein Busunglück, ein Kranunfall sowie Verschüttete in einem Kieslager und einer Sortieranlage: Die Übungsleitung hatte ein umfangreiches Katastrophenszenario entworfen, das gemeinsam von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW), Deutschem Roten Kreuz (DRK) , Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie dem Malteser Hilfsdienst (MHD) bewältigt werden musste. An der Übung nahmen zirka 250 Einsatzkräfte mit fast 70 Fahrzeugen teil. Im Laufe des Tages versorgten die hauptamtlichen Kräfte des DRK Rettungsdienstes Esslingen-Nürtingen sowie Angehörige der ehrenamtlichen Einsatzeinheiten und Schnelleinsatzgruppen von DRK und Malteser Hilfsdienst (MHD) über 37 Verletzte und organisierte deren (angenommenen) Transport in die umliegenden Kliniken. Dazu wurde neben einer Verletztensammelstelle auch ein sogenannter Behandlungsplatz 25 (BHP 25) aufgebaut und betrieben, der die gleichzeitige Versorgung von bis zu 25 Verletzten in der Stunde ermöglicht. Die Mimen für die verletzten Arbeiter und Reisebusinsassen schminkte und organisierte das Jugendrotkreuz des DRK Esslingen-Zell.

Die Freiwilligen Feuerwehren waren insbesondere mit der Rettung einer Vielzahl von Verletzten aus einem Reisebus sowie aus der beschädigten Sortieranlage gefordert. Das THW hingegen musste mehrere Verletzte aus Schüttgutbunkern sowie eingeklemmte Personen befreien und von einer Krananlage abseilen. Die Kräfte der DLRG hatten die Aufgabe, zwei vermisste Personen im Neckar zu finden und in Sicherheit zu bringen. Eine ertrunkene Person musste von Tauchern geborgen werden. Alle diese Hilfeleistungen waren nur durch die intensive Zusammenarbeit der beteiligten Rettungskräfte zu bewerkstelligen.

Die gemeinsame Leitstelle und der Verwaltungsstab des Landkreises Esslingen waren ebenfalls an der Übung beteiligt. Letzterer übte erstmals in den neuen Stabsräumen der Feuerwehrwache Esslingen. Dabei waren – neben den Schadenslagen im Entennest – viele weitere Aufgaben, die in die Verantwortung des Landkreises fallen, zu bewältigen.  

Abschließend kann in einem ersten Resümee festgestellt werden, dass die einzelnen Einheiten ihre Aufgaben gut gemeistert haben. Verbesserungspotential wurde, aufgrund der hohen Anzahl an Einsatzkräften und Organisationen, jedoch im Bereich der Koordinierung und Kommunikation zwischen den Organisationen erkannt. 

 

Beteiligt waren folgende Dienste:

DRK-Rettungsdienst Esslingen

DRK-Einsatzeinheiten 1 und 2 Kreisverband Esslingen

DRK-Rettungshundestaffel

DRK-Notfallnachsorgedienst Esslingen

DLRG Bezirk Esslingen Wasserrettung

Freiwillige Feuerwehren aus Altbach, Deizisau, Plochingen

Führungsgruppe Filder der Feuerwehren

Leitende Notarztgruppe des Landkreises Esslingen

Technisches Hilfswerk Ortsverbände Kirchheim, Neuhausen, Ostfildern

Malteser Hilfsdienst Nürtingen

Verwaltungsstab des Landkreises Esslingen


In der Vorbereitung und Überwachung: 67 Personen aus allen Organisationen mit 15 Fahrzeugen (Übungsleitung, Schiedsrichter, Mimen, Versorgung) 

 

Quelle des Pressemitteilung: Übungsleitung 22.05.2011

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